Skip to content Skip to footer

Wolgaster Kulturnacht 2026

„Romantik und Moderne“ ist das Thema der Wolgaster Kulturnacht 2026

Der Förderverein für Kultur, Kunst und Bildung Wolgast e.V. gestaltet gemeinsam mit den Einrichtungen der Stadt und weiteren Vereinen die Wolgaster Kulturnacht unter dem Motto „Romantik & Moderne“.

Es ist eine Wandelveranstaltung, in der Gäste und Einheimische eingeladen sind auf unterhaltsame und unkonventionelle Weise unsere Altstadt zu erkunden, auf den Pfaden des kulturellen Erbes zu wandeln und die Stadt so für sich zu entdecken.

Auf den Spuren unserer Vorfahren sollen sie viel Interessantes aus der Geschichte erfahren und die Entwicklung der Stadt für sich erschließen. Öffentliche Einrichtung und private Unternehmen öffnen ihre historischen Gebäude, Plätze oder Höfe und es können Anlagen und Einrichtungen besichtigt werden, die sonst nicht zugänglich sind

Wolgast entwickelte sich vom 12. bis zum 14. Jahrhundert sowie erneut im 18. Jahrhundert und bis weit in das 19. und 20. Jahrhundert hinein wirtschaftlich und kulturell äußerst positiv. Diese Entwicklung spiegelt sich in Musik, Literatur und bildender Kunst ebenso wider wie in Geschichte, Philosophie und den Naturwissenschaften.

Im 13. Jahrhundert wählten die pommerschen Greifenherzöge Wolgast als Residenzstadt. Es entstand das Herzogtum Pommern-Wolgast, das sich zu einem regionalen Zentrum im mittelalterlichen Pommern entwickelte.

Die Stadt erlebte einen wirtschaftlichen Aufschwung, der zu Wohlstand und Reichtum führte. Zeugen dieser Zeit sind denkmalgeschützte Ensembles und Gebäude sowie Industriebauten, die in ihrer historischen Bauweise erhalten geblieben sind. Heute dienen sie meist anderer Nutzung. 

Am 8. August 2026 sind Familien mit Kindern, Einheimische, Touristen und Urlauber eingeladen, die Stadt und ihre besonderen Orte zu erkunden. Während der Wolgaster Kulturnacht erfahren Besucher an historischen Schauplätzen Wissenswertes aus dieser Zeit. Gäste können in romantischer Atmosphäre Geschichten aus vergangenen Zeiten hören und sich von Stadtführern und Musikern, von Schauspielern und Feuerkünstlern faszinieren lassen.

Stadtinformation

Die Stadtinformation befindet sich am Rungeplatz unmittelbar in der Nähe des Bahnhofes Wolgast-Hafen. Hier können sich Gäste über weitere Angebote, Ausflugstipps und Veranstaltungen informieren. In den Wochen vor der Kulturnacht können Eintrittsbändchen für die Veranstaltungen käuflich erworben werden. Am 8. August können die Bändchen direkt auf dem Marktplatz, an den Ständen oder in den städtischen Einrichtungen sowie Vereinsobjekten gekauft werden.

 Für nur 10 Euro erleben Gäste einen Abend voller Musik, Literatur, Theater und Attraktionen an 15 Orten der Stadt. Für Inhaber der Usedom-Card gibt es eine Ermäßigung von 1 Euro.

Gäste mit Usedom-Card können die Usedomer Bäderbahn nutzen, um bequem zur Kulturnacht zu gelangen. Der Bahnhof Wolgast-Hafen befindet sich unmittelbar im Altstadtzentrum.

Rathausplatz

Der Rathausplatz (Marktplatz) ist ein zentraler Treffpunkt für zahlreiche Anlässe. Markttage, Hochzeiten, Konzerte, Stadtfeste und weitere Veranstaltungen finden hier regelmäßig statt.

Die Wolgaster Kulturnacht wird um 17 Uhr auf dem Rathausplatz von den Turmbläsern der Kirchengemeinde St. Petri zu Wolgast eröffnet. Auch vom Kirchturm erklingen Trompeten, bevor die Musiker im Anschluss auf einen stimmungsvollen Abend einstimmen.
 
Ebenfalls ab 17 Uhr beginnen die Stadtführer/in Karin Braun, Jürgen Pluschke, Wolfgang Hempel, Klaus Plötz und Ingo Zander ihre Rundgänge. Sie nehmen die Besucher mit auf eine Reise durch die Geschichte der Stadt und berichten von regionaler Baukunst, wirtschaftlichen Glanzzeiten, dem Reichtum einiger Wolgaster Familien im 19. Jahrhundert sowie von Krieg, Verwüstung, Niedergang und Wiederaufbau bis in die Gegenwart.
Die Führungen starten ab 17.15 Uhr im 15-Minuten-Takt auf dem Rathausplatz. Zur ersten Führung sind besonders Familien mit Kindern eingeladen. Karin Braun gestaltet diese altersübergreifend und kindgerecht.
 
Wer die Stadt lieber bequem entdecken möchte, kann an einer Kutsch- oder Kremserfahrt teilnehmen. Diese starten halbstündlich ab 18 Uhr ebenfalls vom Rathausplatz aus.
 
Fantasievolle Stelzenfiguren und mittelalterliche Spielleute heißen die Gäste auf dem Platz willkommen und sorgen für eine besondere Atmosphäre.
 
Auf der Bühne beginnt um 17.15 Uhr ein Konzert des 1. Pommerschen Blasorchesters Wolgast e. V., das einen abwechslungsreichen Querschnitt aus klassischer und moderner Musik präsentiert. Ab 20 Uhr übernimmt das Classic Quartett und spielt klassische bis moderne Melodien.
 
Für das leibliche Wohl sorgen Mitglieder der Vereine wie des Wolgaster Braukultur e. V., des 1. Faschingsclubs Wolgast e. V., des Wolgaster Reitvereins e. V. sowie des 1. Bewegungsvereins Wolgast e. V.. Darüber hinaus laden die Gastronomen der Stadt herzlich zur Einkehr ein.

Wolgaster Kegel

Am Abend wird zum Tanz gebeten. Der Wolgaster Kegel, einst fester Bestandteil gesellschaftlicher Höhepunkte, lädt Gäste und Einheimische ein, mitzutanzen und sich von seiner Fröhlichkeit anstecken zu lassen, jeweils 18.30 Uhr und 19.30 Uhr.

Ab 22.30 Uhr klingt hier die Wolgaster Kulturnacht mit einer Feuershow von den Olbojenis aus. Feuerkünstler entführen die Gäste in eine magische Welt aus tanzenden Lichtern, Feuer und LED-Beleuchtung.

Historisches Rathaus

Im Keller des historischen Rathauses befindet sich die Brauerei des Wolgaster Braukultur e. V.. Hier wird das Wolgaster Schlossbier gebraut. Mitglieder des Wolgaster Brauvereins laden ab 17.30 Uhr halbstündlich zur Führung ein.

Stadtmuseum „Kaffeemühle“

Auf vier Etagen präsentiert das Stadtgeschichtliche Museum, im Volksmund „Kaffeemühle“ genannt, die Entwicklung Wolgasts von der pommerschen Residenzstadt hin zu einem modernen Schiffbaustandort. Die Industrie-, Handels- und Handwerksgeschichte wird durch zahlreiche Exponate veranschaulicht. Geschichten aus der Schwedenzeit, die Freester Fischerteppiche sowie ein altes Schulzimmer laden zu weiteren Entdeckungen ein.

Im Medienraum des Stadtgeschichtlichen Museums können Besucher das versunkene Wolgaster Schloss als digitale Rekonstruktion in Augenschein nehmen. Ergänzend dazu ist in der Datenbank des Medienraumes eine umfangreiche Sammlung von Karten, Ansichten und Zeitzeugenberichten zur wichtigsten Residenz der Greifendynastie in Vorpommern hinterlegt.

Im Ausstellungssaal ist eine Sonderausstellung mit dem Thema „Hochprozentriges – Alkoholschmuggel entlang der pommerschen Küste“ zu sehen.

„Die HERREN“ aus Rostock begleiten die Ausstellung mit Melodien aus den 1920er-Jahren.

Mitglieder der Museumsgesellschaft Wolgast e. V. bieten im Museum einen kleinen Imbiss an.

Sonderausstellung

Eine Sonderausstellung zu neuen Exponaten und Ankäufen wird im großen Saal zu sehen sein.

Dazu werden zwei Museumsführungen mit dem Titel: „Tatort Schlossinsel“ um 17.30 Uhr und 20.15 Uhr angeboten

19.15 Uhr spielen Annerose Kolkwitz (Violine) und Elena Bill (Klavier) für die Gäste.

Rungehaus

Kronwiekstraße 45, Rungehaus – Geburtshaus von Philipp Otto Runge

Das Geburtshaus Philipp Otto Runges ist heute eine museale Begegnungsstätte. Bis zur Neueröffnung 2027 ist neben der bestehenden Dauerausstellung ab dem 23. Juli 2026 die Leihausstellung „… und grüße gelegentlich …“ – Caspar David Friedrichs Freunde zu erleben. Zudem ist in der Remise des Rungehauses eine Fotoausstellung von Christine Börrnert zu sehen.

Der Rungeklub lädt bei Wein und selbst geschmierten Bauernbroten ab 17.30 Uhr zu einem Ohrenschmaus mit „Stidiet“ und dem Programm „Aus dem Radio der sechziger Jahre“ ein.

Von 17.30 Uhr bis 20 Uhr können Kinder im Sinne von Philipp Otto Runge in verschiedenen künstlerischen Techniken kreativ werden. 

Atelier im Rungeschen Gartenhaus

Burgstraße 7

Das einstige Gartenhaus der Familie Runge in der Burgstraße 7 hat Philipp Otto Runge in seinem Entwurf zu einem geplanten Wandbild mit dem Titel „Heimkehr der Söhne“ festgehalten. Auch heute wird das Gartenhaus für die Kunst genutzt. Der Künstler Clemens Kolkwitz lebt und arbeitet hier. Er lädt Interessierte ein, ihn in seinem Atelier zu besuchen. Ab 17.30 Uhr gibt der Hausherr einen Einblick in die Welt der Grafik und Malerei und lässt auf seinem Flügel romantische Stücke erklingen. Unter dem Gartenhaus verbirgt sich ein Gewölbekeller, der an diesem Tag geöffnet ist.

St. Petri-Kirche

Die Wolgaster evangelische St.-Petri-Kirche ist dem Apostel Petrus geweiht und dient der Kirchengemeinde als Gotteshaus. Sie wurde im 14. Jahrhundert errichtet und durch Krieg und Unwetter mehrfach zerstört. Sie weist sowohl gotische als auch barocke Architekturmerkmale auf. In der Greifenkapelle der Kirche befinden sich die Särge von drei Herzögen und Maria von Sachsen. In der Gruft liegen die Särge von Angehörigen der Herzogsfamilie von Pommern-Wolgast. Sehenswert ist auch die Bilderfolge des „Wolgaster Totentanzes“. Die 24 Bilder wurden 1700 von dem Kapitän und Reeder Caspar Siegmund Köppe geschaffen. Die St.-Petri-Kirche ist als Denkmal von nationalem Rang eingestuft.

Vom Turm der St.-Petri-Kirche eröffnet sich Besuchern ein weiter Blick über Stadt und Insel.

Von 17.30 bis 20 Uhr können Kinder die Kirche erkunden und dabei so manche Überraschung erleben.

Zwischen 17.30 und 21 Uhr ist eine kostenlose Turmbesteigung möglich.

Kantor André Kraushaar lädt zu einem kleinen Orgelkonzert um 21 Uhr ein.

Südkapelle der St.-Petri-Kirche

Um 18 Uhr und 19 Uhr liest der Schauspieler Benjamin Klon aus Gerhard Dallmans Romanbiografie über Philipp Otto Runge „… und bleib bewundernd stehen“ sowie ausgewählte Stellen seiner Briefe. Die zweite Lesung findet um 19 Uhr in der Synodalbibliothek statt.

Synodalbibliothek in St. Petri

Ein besonders sehenswertes Kleinod ist die Synodalbibliothek in der St.-Petri-Kirche. Hier befinden sich zahlreiche Bücher, die Auskunft über Wolgast und die Kirche geben. Die Mitglieder des Fördervereins St. Petri laden herzlich ein, die enge Wendeltreppe hinaufzusteigen und sich Exemplare alter Buchkunst anzuschauen.

Der Eingang zur Bibliothek befindet sich am rechten seitlichen Turm und ist ab 17.30 Uhr geöffnet.

In der Langen Straße gegenüber der Buchhandlung Wolgast befindet sich in einem rekonstruierten Wohn- und Geschäftshaus der Eine-Welt-Laden, den die Mitglieder des Vereins El Mundo e. V.  liebevoll eingerichtet haben. Im Eine-Welt-Laden werden Sie eingeladen, sich über fairen Handel zu informieren, Produkte kennen zu lernen und sich über entwicklungspolitische Themen auszutauschen.

Die Verkostung von Produkten aus fairem Handel runden den Besuch in dieser Einrichtung ab. 

Dieter Wedemeyer und Annett Hausten begleiten mit Klarinettenklängen durch den Abend.

Buchhandlung Wolgast

ist seit über 35 Jahren ein Ort, an dem Bücher nicht nur verkauft, sondern auch empfohlen , besprochen und vorgelesen werden. Wer regionale Literatur sucht – über Wolgast, Usedom, Küste – der wird bei uns fündig.

Carola Christiansen liest aus ihrer Anthologie „Schaurige Orte an der Ostsee“ – Geschichten über reale Orte an der Küste, angelehnt an Legenden und Ereignisse vom Frühmittelalter bis in die Gegenwart.

Um 18.30 Uhr, 19.30 Uhr und 20.30 Uhr

Eiscafé „Rendevouz“

 

Das traditionsreiche Familienunternehmen „Café & Konditorei Biedenweg“ war ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Gäste aus nah und fern. Das Unternehmen hat nach 100 Jahren seinen Betrieb eingestellt. Heute wird das ehemalige Café vom Ehepaar Hofmann als Eiscafé betrieben.

Gäste sind eingeladen, im historischen Ambiente des Cafés das TischTheater von Christine Meyer um 17.15 Uhr und 18.15 Uhr zu erleben.

Horst Bohl am Saxofon unterhält Gäste musikalisch von 19.30 bis 21.30 Uhr.

Postel (Die Alte Post)

Platz der Jugend

Die Alte Post zählt zu den Gebäuden der Gründerzeit. Zu dieser Gruppe gehören auch das Amtsgericht in der Homeyerstraße sowie das ehemalige Schulgebäude am Unterwall, das heute „Hunderthaus“ genannt wird.

Im Keller des Gebäudes befand sich einst das alte Telegrafenamt. Heute ist die Kesselbar eine Offene Bühne für Livemusiker und lädt ab 19 Uhr zur Session „Jazz meets Rock“ ein.

St. Gertrud-Kapelle

Die St.-Gertrud-Kapelle ist ein zwölfseitiger Zentralbau mit Mittelsäule und Sternengewölbe. Nur drei Bauten in dieser Form existieren noch im pommerschen Gebiet beiderseits der deutsch-polnischen Grenze. Die Mitglieder des Fördervereins St. Gertrud e. V. erzählen Interessantes aus der Geschichte der Kapelle.

„Die Schwarze Witwe“ spricht mit Gästen über unterschiedliche Begräbniskulturen, um

19.30 Uhr und 20.30 Uhr.

Ilja Richtiger stellt sich musikalisch an den Handpans begleitet von einer Querflöte vor, um

17.30 Uhr und 18.30 Uhr.

In der St.-Gertrud-Kapelle wird ein Film über die Sanierung der Kapelle gezeigt. Dabei können sich Besucher die selbst gemachten Gertruden-Brötchen schmecken lassen. Auch Kinder sind herzlich eingeladen. Führungen finden auf Anfrage statt.

Dampf-Eisenbahnfährschiff STRALSUND

Das Eisenbahnfährschiff „Stralsund“ lief 1890 auf der Schichau-Werft in Elbing vom Stapel. Das technische Denkmal dokumentiert anschaulich die Verkehrsentwicklung im 19. Jahrhundert bis 1990. Die Einendeisenbahndampffähre „Stralsund“ ist mit zwei zweistufigen Expansionskolben-Dampfmaschinen, die einzige ihrer Art in Europa. Von 1948 bis 1990 verrichtete die Fähre auf dem Peenestrom in Wolgast ihren Dienst.

Die Mitglieder des Fördervereins laden ab 17.30 Uhr zu Führungen ein.

Die Band Plan B spielt für Gäste und für das leibliche Wohl sorgt der Verein.

Kooperationspartner bzw. Mitwirkende

Der Förderverein für Kultur, Kunst, Bildung und Sport e,V. ist Projektträger und kooperiert mit weiteren Vereinen der Stadt, wie

  • Stadt Wolgast
  • Wolgaster Kulturgesellschaft gGmbH
  • Museumsgesellschaft Wolgast e.V.
  • Philipp-Otto-Runge-Klub Wolgast e.V.
  • Förderverein Fährschiff Stralsund e.V.
  • Förderverein St. Gertrudenkapelle e.V.
  • Kirchengemeinde St. Petri Wolgast
  • Förderverein St. Petri Wolgast e.V.
  • El Mundo Verein e.V.
  • 1. Bewegungsverein Wolgast 2000 e.V.
  • 1. FCW Wolgast e.V.
  • Wolgaster Reitverein e.V.
  • Freiwillige Feuerwehr Wolgast e.V. – Jugendfeuerwehr
  • Wolgaster Brauverein e.V.
  • Handels- und Gewerbeverein Wolgast e.V.

Wolgaster Kulturnacht wird unterstützt und gefördert durch:

Bürgerfonds Kultur des Landes Mecklenburg, Stadt Wolgast, Sparkasse Vorpommern, Landkreis Vorpommern-Greifswald, Wolgaster Wohnungswirtschaft GmbH, Wolgaster Wärmeversorgung GmbH, Hadrian GmbH Wolgast

 

Wir danken besonders den Sponsoren und Förderern für die freundliche Unterstützung.